Peter Rigaud - Präzise Portraits (6.11. - 18.09.2008) PDF Print E-mail

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AUSSTELLUNG UND BUCHPRÄSENTATION
EXHIBITION & BOOK RELEASE

IM RAHMEN DES EUROPÄISCHEN MONATS DER FOTOGRAFIE

Der Fotograf Peter Rigaud zeigt eine Auswahl seiner besten Porträtfotografien der letzten zehn Jahre: Maler und Schriftsteller, Designer und Architekten, Schauspieler und Denker, Mächtige und Starlets erzählen vor Rigauds Linse etwas von ihrer Persönlichkeit, im besten Fall eine ganze Lebensgeschichte.
Ein „gelungenes“ Porträt ist weit mehr als das Abbild einer Person; es gibt Einblick in ihren Charakter, erfasst den Menschen hinter der „Fassade“. Peter Rigauds Menschenbilder wirken manchmal, als hätte er sie mit seiner Kamera „gemalt“, so tiefgründig und anspielungsreich setzt er Stars wie Anna Netrebko oder Roman Polanski, Künstler wie Dennis Hopper oder Jonathan Meese, Schriftsteller wie Elfriede Jelinek oder Martin Walser in Szene. Manchmal fröhlich und schön, manchmal traurig und ergreifend, immer wieder mit dem subtil eingesetzten Stilmittel des Humors, lassen seine Bilder den Porträtierten viel Spielraum für Selbstironie. Rigauds präzise Porträts – als Fotografien zwar Moment-aufnahmen – setzen im Kopf des Betrachters einen Bilderreigen in Bewegung: Man erahnt plötzlich den nächsten Film des Regisseurs, versteht die Bilder der Malerin besser, hat Mitgefühl mit der verletzlichen Pose eines Stars.

The photographer Peter Rigaud is showing a selection from his best portrait photography of the past ten years: before his lens, painters and writers, designers and architects, actors and thinkers, power-brokers and starlets tell us something about themselves—ideally, an entire life.
A “faithful” portrait is much more than the depiction of a person; it gives us insight into someone’s character, captures the human being behind the “façade.” Sometimes, Peter Rigaud’s pictures of people seem to have been “painted” with the camera; they present stars such as Anna Netrebko or Roman Polanski, artists such as Dennis Hopper or Jonathan Meese, writers such as Elfriede Jelinek or Martin Walser in strikingly profound and allusive mises-en-scène. Now cheerful and beautiful, now sad and moving, again and again subtly humorous, his pictures leave the models much latitude for self-irony. Although they are, as photographs, records of a single moment, Rigaud’s precise portraits engender a dance of images before the beholder’s inner eye: we get a sudden glimpse of the director’s next movie, gain a better understanding of the painter’s works, feel compassion for a star’s vulnerable pose.

Buchbesprechung im Standard.